Trinkwasserproben auf Legionellen

Die Trinkwasserverordnung schreibt die Prüfung des Wassers auf Legionellen in Trinkwasseranlagen vor.


 

Der Untersuchungspflicht auf Legionellen unterliegen Unternehmer oder sonstige

Inhaber einer Trinkwasser-Installation:

  • in der Trinkwasser im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit abgegeben (Hotels) wird und
  • die eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung enthält und
  • die Duschen oder andere Einrichtungen enthalten, in denen es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt (also nicht das Handwaschbecken in der Toilette des Restaurants)

 

Die Untersuchungspflicht besteht ohne konkrete Aufforderung durch das Gesundheitsamt. Betroffen sind alle Betriebe, in denen sich eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung befindet, sofern aus dieser Anlage Trinkwasser im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird (Definitionen siehe auch § 3TrinkwV).

Die Abgabe von Trinkwasser an einen unbestimmten, wechselnden und nicht durch persönliche Beziehungen verbundenen Personenkreis (z.B. in Schulen) kennzeichnet die "öffentliche Tätigkeit".

Bei der "gewerblichen Tätigkeit" handelt es sich um die unmittelbare oder mittelbare, zielgerichtete Trinkwasserbereitstellung im Rahmen einer Vermietung oder einer anderen selbstständiger, regelmäßiger und in Gewinnerzielungsabsicht ausgeübter Tätigkeit.

Großanlagen im Sinne der TrinkwV 2001 sind Anlagen (Wohngebäuden, Hotels) mit Speicher-Trinkwassererwärmer oder mit zentralem Durchfluss-Trinkwassererwärmer jeweils mit einem Inhalt von mehr als 400 Litern oder einem Inhalt von mehr als drei Litern in mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang des Trinkwassererwärmer und Entnahmestelle (vgl. DVGW-Arbeitsblatt W 551).

Die Untersuchungshäufigkeit für die systemische Untersuchung auf Legionellen ist einmal pro Jahr bei Trinkwasserabgabe an die Öffentlichkeit (auch wenn gleichzeitig eine gewerbliche Tätigkeit vorliegt).

Das Trinkwasser aus Großanlagen der Trinkwassererwärmung, aus denen im Rahmen einer gewerblichen, nicht aber öffentlichen Tätigkeit Wasser abgegeben wird (z.B. in Mietshäusern), ist mindestens alle drei Jahre zu untersuchen.

Die erste Untersuchung muss bis zum 31. Dezember 2013 abgeschlossen sein. Für Nicht-Risikobereiche (z.B. Sportstätten) sind Verlängerungen der Untersuchungsintervalle von bis zu drei Jahren durch das Gesundheitsamt möglich. Voraussetzungen dafür sind ein Nachweis der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik (aaRdT) und dass die Befunde von mindestens drei jährlichen Untersuchungen ohne Beanstandungen waren.

Für unsere Mitglieder haben wir einen Rahmenvertrag geschlossen, der die Realisierung der gesetzlichen Vorgaben sichert und Vorteilskonditionen bietet.

Dafür wurden unsere Mitgliederbetreuer entsprechend geschult und können nun diese Proben entnehmen. Unser Partner, die fzmb GmbH, analysiert im eigenen Labor die Proben und informiert entsprechend über die Ergebnisse und ggf. zutreffende Maßnahmen. Ferner übernimmt sie auch sämtliche Kommunikation mit den Behörden. Profitieren Sie von den Erfahrungen und Leistungen.

 

Ihre Ansprechpartnerin für Terminvereinbarungen und weitere Informationen:

Margitta Denner | Mitgliederbetreuung

Tel.: 0361/5907820 | margitta.denner@remove-this.dehoga-thueringen.de

 

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Thema Trinkwasser des Bundesministeriums für Gesundheit

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Trinkwasserverordnung Aktuell

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